Headway Strong
Die Arbeiten zu unserem ersten Album Headway Strong begannen bereits im Sommer 2004 vor der eigentlichen Bandgründung, denn noch bevor Simon zu uns stieß, hatten wir das instrumentale Rückrad von Singular Dreams , Unity und Just A Ride durchkomponiert. Mit diesen Stücken malträtierten wir dann auch all die Sänger, die sich in unseren alten Probenraum zum vorsingen begaben. Weil ein unfertiges Lied ohne Text auch keinen vernünftigen Namen haben kann, tragen bei uns alle Lieder Arbeitstitel. So nannten wir Singular Dreams z.B. Song 1 , weil es der erste Song war, den wir geschrieben haben. Just A Ride benannte ich nach einem weit entfernten Planetensystem: Algo . Diesen Namen wählten wir schließlich kurz vor unserem ersten Auftritt im Café Zapata zu unserem Bandnamen.
Die Aufnahmen begannen zwischen Weihnachten und Sylvester 2004 mit den Schlagzeugaufnahmen von Unity . Damals noch in unserem alten Probenraum des Hauses meiner Eltern. Dort hatten Julius und ich mich über die letzten sieben Jahre häuslich eingerichtet. Um die Nachbarn zu schonen wurde das Schlagzeug kurzerhand in eine Schalldämmende Kammer eingesperrt. Diese hatte den Vorteil, dass im restlichen Probenraum mit Zimmerlautstärke geprobt werden konnte, was nicht nur die Ohren, sondern auch die Nerven schonte. Bei Aufnahmen lieferte die Kammer einen sehr lauten, direkten und trockenen Sound, ohne jeden Nachhall. Weil die Kammer auf einer auf halbierten Tennisbällen elastisch gelagerten Tischtennisplatte steht, war die Grundfläche zudem arg begrenzt (In dem Raum wurde vorher mal Tischtennis gespielt). Folge war, dass Fabse, der beim Schlagzeug spielen zu einem Blockheizkraftwerk mutiert, regelmäßig kurz vor dem ritterlichen Hitzschlag stand.




Weil wir trotz Spezialkammer immer noch zu laut waren und unser Probenaufwand seit Vervollständigung der Band stark angestiegen ist, mussten wir im Sommer dann aber trotzdem in einen neuen Raum umziehen. Dieser hat den Vorteil, dass er 24 Stunden am Tag bespielbar ist (im alten Raum war um 20 Uhr Schluss) und akustisch gut auf unsere Schlagzeugaufnahmen abgestimmt werden konnte. So hat der Raum nun den fürs Schlagzeug nötigen brillianten Klang mit einem ordentlichen Baß-Fundament.



Alle restlichen Aufnahmen konnten zur Freude der Nachbarn direkt im Wohnzimmer gemacht werden. Dank der bequemen Heimatmosphäre gehen etwaige Änderungen an Texten kurz vor der Gesangsaufnahme während der obligatorischen Mohnkuchenpause deutlich leichter von der Hand. Der heimischen Ruhe ist es wohl auch zu verdanken, dass die vielen kleinen Ideen, die in den Liedern zu hören sind, erst bei der Aufnahme entstehen. Allen voran die zusätzlichen Gitarren und der Chorgesang, der Live dann aus Gründen des Versagens der Natur in Hinblick auf den mehrstimmigen Sologesang dann doch eine Stufe kleiner ausfällt.



Nach einem ereignisreichen Jahr konsequenter Arbeit und 12 Songs später ist die erste Etappe geschafft. Wir haben versucht ein farbenfrohes Album zu schreiben, das kurze, knackige Lieder genauso enthält wie ausgefeilte Langläufer, Temponummern genauso wie moderate Balladen. Simons Texte sind dabei intelligent and quirky und spiegeln alle Facetten des menschlichen Lebens wieder. Das Spektrum erstreckt sich von Sex, Drugs & Rock ‚n' Roll über Politik bis Religion.
Allen Stücken ist gemein, dass sie ein positive Ausstrahlung haben, an denen alle Menschen Spaß haben, die sich zum Musik hören nicht in ein dunklen Raum mit grimmig/depressiven Menschen zurückziehen. Algos Musik rockt Volldampf voraus in die Ohren.
Alex